ownCloud liegt nun in Version 9.0.1 vor

ownCloud liegt nun in der Version 9.0.1 vor.

Zwar ist die Updateprozedur einfacher geworden, dennoch sollte man einige Dinge beachten, wenn man eine frühere Version auf Version 9 updaten möchte.

Wichtig ist, Versionen, die älter als 8.2 sind, auf 8.2 zu bringen. Nur diese käme für ein Update auf Version 9 in Frage, heißt es bei onwCloud auf der Website. Wichtig ist es auch, eventuell integrierte Apps zu überprüfen, ob diese in der neuen owncloud-Version verwendet werden können.

owncloud hat eigentlich eine Updatefunktion eingebaut. Zumindest in unserer Testinstallation unter CentOS (goneo Webserver Business M) hat diese nicht wie erwartet funktioniert, so dass wir den Updateweg zu Fuß gehen mussten. Der Updater fand auch keine neue Version. Das liegt offenbar an einem bekannten Bug in Zusammenhang mit OpenSSL.

Bevor man ans Updaten geht, sollte man alle Dateien und die Datenbank sichern. Dass zunächst etwas schiefgeht, ist nicht unwahrscheinlich. Wichtig außerdem: Es gibt keinen Weg zurück. Die Migration funktioniert nur in eine Richtung, nämlich auf eine höhere Version. Das heißt für alles, was Sie tun: Sie tun es, wenn Sie diesen Schilderungen hier folgen, auf eigene Gefahr. Erstellen Sie ein Backup!

Updateprinzip ist: Es wird die neue Version installiert, anschließend werden Dateien und Verzeichnisse einschließlich der von ownCloud verwendeten MySQL-Datenbank kopiert. Dann stößt man in der neuen Installation einen Aktualisierungslauf an.

Es wird empfohlen, das Verzeichnis der jetzigen owncloud-Installation zunächst umzubenennen, zum Beispiel durch den Zusatz „_old“.

Der nächste Schritt ist, ein neues Installationsverzeichnis für owncloud9 anzulegen. Von der owncloud-Webseite holen wir uns eigentlich nur eine Datei, die „setup-owncloud.php“ und laden sie in das neue Installationsverzeichnis. Wie dieses Verzeichnis heißt, ist eigentlich beliebig. Hier in diesem Beispiel wird einfach wieder „owncloud“ verwendet:

Nun muss man mit dem Browser die Datei „setup-owncloud.php“ aufrufen. Die Setupdatei holt sich mit dieser Installationsart alle Dateien aus dem Internet.

Am Anfang finden ein paar Checks statt, die aber im goneo Umfeld keine Probleme bereiten sollten. Im nächsten Schritt kann man das Verzeichnis festlegen. Wichtig: Die Eingabe, die man hier macht, bezieht sich nicht auf htdocs, sondern auf das Installationsverzeichnis.

Der nächste Schritt legt die Zugangsdaten für den Admin und die Art der Datenbank fest. Man übersieht das leicht, aber über der „Leistungswarnung“ steht „Speicher & Datenbank“.

Will man statt der Voreinstellung sqlite das performantere MySQL benutzen, muss man hier Datenbankinformationen hinterlegen. Diese gewinnen wir aus dem goneo Kundencenter unter dem Menüpunkt „Webserver“ > „Datenbankenübersicht“. Wer owncloud mittels goneo clickStart installiert hat, nutzt höchstwahrscheinlich die MySQL-Anbindung und die Version ist 8.1. In diesem Fall muss man zunächst die Version 8.2 herstellen (siehe weiter unten).

Zudem sollte man eine neue, leere Datenbank verwenden. Ein Test mit einer gefüllten Datenbank erzeugte offensichtlich ein 500er Problem.

Nach einem Klick auf „Installation abschließen“ sollte eine Erfolgsmeldung erscheinen. Damit haben wir eine frische owncloud 9 Installation.

An der Stelle sollte man das owncloud (das Browserfenster) schließen und einige Daten aus dem alten Verzeichnis in das neue kopieren.

Es handelt sich um die Dateien:

- config.php im alten Verzeichnis unter /config, die zu /config kopiert werden muss
- den Inhalt des Verzeichnisses /data, das in das gleichlautende Verzeichnis /data unter der neuen Installation kopiert werden muss
- den Inhalt des Verzeichnisses /apps, das ebenfalls in das gleichlautende Verzeichnis /apps unter der neuen Installation kopiert werden muss. Hier sollte man vorsichtig sein. Nicht kompatible Apps lieber nicht mitkopieren (es droht Server-Fehler 500)

Danach sollte, wenn man das neue owncloud-Verzeichnis mit dem Browser aufruft, ein Aktualisierungslauf angeboten werden. Je nach Umfang der Inhalte dauert dies nun eine Weile. Möglicherweise werden einige Warnungen ausgegeben und nicht kompatible Apps erkannt und deaktiviert, doch die Routine sollte durchlaufen.

Während des Durchlaufens werden Freigaben (Shares) und dergleichen aktualisiert.

Nach einiger Zeit sollte sich owncloud mit einem Loginscreen melden. Jetzt kann man versuchen, sich mit der vor der Installation angelegten Kombination aus Nutzername und Passwort anzumelden. Glückwunsch, wenn alles klappt.

Wenn man noch 8.1 verwendet, muss man den oben beschriebenen Weg zweimal gehen, nämlich zunächst von 8.1 auf 8.2 updaten und dann von 8.2 auf 9.0. Der Unterschied: Die erwähnte Datei „setup-owncloud.php“ lädt nur die aktuelle Version. Die Version 8.2 muss man sich aus der Downloadsektion (Changelog-Bereich auf der owncloud-Seite) als zip holen, entpacken und hochladen (oder, für erfahrene Anwender mit einem entsprechenden Tarif interessant, das Herunterladen und Entpacken mit dem Konsolenfenster/SSH erledigen). Als Pfad zum schrittweisen Upgrade für ältere Version als 8.2 wird folgendes empfohlen: 8.1.1 -> 8.1.6 -> 8.2.3 -> 9.0.1

Auch wenn der Login klappt, ein paar Dinge sollten noch erledigt werden. Insbesondere die Sicherheitstipps von owncloud sollte man beachten. Es wird Https empfohlen. Auf eigenen Servern (goneo Webhosting Business und Business Plus) ginge dies mit einem eigenen SSL-Zertifikat. Ansonsten bleibt (u.a.) in goneo Webhosting Basic XL die Möglichkeit, das geteilte Zertifikat auf der Domain [ihr-name].ssl-secured-server.de zu verwenden. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Dateirechte legen.
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.